Monat: März 2021

Und dein Buch? Was macht das eigentlich?

Nach meiner Reise im letzten Jahr entschied ich mich, über diese Zeit ein Buch zu schreiben. Über das, was ich erlebt hatte, das, was mir begegnet war, die Menschen und ihre Geschichten, die Wege und Umwege, zuletzt eben auch unweigerlich „the virus“. Ich wollte ein Buch schreiben und erzählen, wie es mir ergangen war – auf Weltreise in der Corona-Krise.

Mit dem Schreiben startete ich Ende September 2020 und schon im November traute ich mich, euch davon zu erzählen und vor allem wollte ich mal abklopfen, ob überhaupt jemand dieses Buch lesen wollte 😉 Und ich wollte auch ausloten, ob damit überhaupt der Druck finanzierbar sein könnte. Also warb ich fröhlich um Vorbestellungen, das sah dann ganz schnell so aus – der rote Faden stellt den imaginären „Druckauslöser“ dar:

Finanzierungsziel im November 2019
Finanzierung des Buches über verbindliche Vorbestellungen: 70,6% (Stand: Ende Februar 2021)

Vor ein paar Tagen stellte ich dann also fest, dass ein Druck möglich sein könnte, dass aber dazu auch noch eine bestimmte Summe fehlte: 500 Euro. Manchen Freunden, die mich nach dem Fortgang des Buchprojektes fragten, erzählte ich davon und sie boten mir an, dem Projekt bzw. mir und damit auch unserem Verlag, die fehlende Summe zu schenken und so den Druck zu ermöglichen. Deswegen sieht das Glas inzwischen so aus:

82,3% der Drucksumme sind gesammelt. (Stand: 10. März 2021)

Gemeinsam mit den beiden Lektoren und meinen Verlagskollegen gibt es inzwischen eine zeitliche Idee: Drucklegung Ende März. Die Arbeit an Text und Buchsatz kann dann abgeschlossen sein, so dass ich nun vorrangig auf der Suche nach den „restlichen 300 Euro“ bin. Und vielleicht gibt es unter euch fröhlichen Blog-Leseratten einige, die sich das vielleicht vorstellen könnten? Dann würde ich mich um eine Rückmeldung eurerseits sehr freuen – gern in einer kurzen Nachricht und ich würde euch dann anrufen, um alles Weitere zu bequatschen 🙂

Auf jeden Fall hoffe ich von Herzen, dass das „Nudel-Finanzierungsglas“ Ende März voll ist und das Buch im April in den Händen der Vorbestellerleserschaft 😉

Liebste Grüße aus Leipzisch 🙂

PS: ein kleiner Buchtipp noch meinerseits für den Frühling: „Ich mag Gänseblümchen“ von A. Schwarz

Gänseblümchenstrauß (Leipzig im März 2021)

Und was macht eigentlich dein Garten?

Zunächst Frühlingshafte Eindrücke aus Leipzig:

Eine der Fragen in den letzten Wochen bezog sich auf meine Parzelle in der Kleingartenanlage am Rosenthal. „Und was macht eigentlich dein Garten?“ Den habe ich seit nunmehr drei Jahren gepachtet und er ist stets im Wandel – nicht nur die Jahreszeiten veränderten ihn in dieser Zeit.

Im Herbst 2019 richtete ich mir eine kleine Werkstatt ein, um Möbel aufzuarbeiten und Hochbeete zu bauen. In diesem Jahr will ich nun die Laube wohnlicher gestalten, „Gartensanitäranlagen“ bauen um auch mal im Sommer ein, zwei Nächte getrost draußen schlafen zu können. Am Abend in guter Gesellschaft ein Feuerchen genießen, drei, vier Bierchen trinken, grillen, in die Sterne gucken.

In diesen coronösen Zeiten bin ich sehr froh, in der Stadt dieses kleine Refugium zu haben und mich zurückziehen zu können und zu werkeln, Sonne zu tanken, meine Hände in die Erde zu stopfen. Weil viele andere Menschen scheinbar diese Sehnsucht und Freude teilen, sind die Wartelisten der Kleingartenanlagen in Leipzig lang und es scheint fast aussichtlos, kurzfristig eine Parzelle abzubekommen.

An dieser Stelle sei mir noch ein kurzer Ausflug in die Historie der Kleingärten, auch Schrebergärten, gestattet. Mitte des 19. Jahrhundertes empfahl der Leipziger Arzt Moritz Schreber zusammen mit seinem Kollegen Carl Ernst Bock „körperliche Ertüchtigung“ zur Genesung und Gesunderhaltung der städtischen Bevölkerung. Dazu sollten Gartenkolonien dienen. Diese Idee gefiel Ernst I. Hauschild, einem Freund Schrebers, so gut, dass er in Leipzig den ersten Schreberverein initiierte. 1865 wurde der erste „Schreberplatz“ in der Nähe vom Johannapark Leipzig eingeweiht – zunächst eine Spielwiese für Kinder von Fabrikarbeitern, später wurden hier Gärten zur „Ertüchtigung“ angelegt. Aus den „Kinderbeeten“ wurden „Familienbeete“, die umzäunt wirden und den Namen „Schrebergarten“ verpasst bekamen. Seit mehr als 25 Jahren kann diese Entwicklung im Deutschen Kleingärtnermuseum bestaunt werden, welches inmitten der denkmalgeschützten historischen Kleingartenanlage „Dr. Schreber“ in Leipzig steht. Heute verfügt Leipzig über knapp 280 Kleingartenanlagen mit über 39.000 Parzellen. Auf der Seite der Stadt Leipzig habe ich gelesen, dass das ca. 1240 Hektar sind und damit ein bedeutender Anteil (30%) der „grünen Lunge Leipzigs“.

Und noch ein kleiner Tipp: Carolas Garten – eine entzückende, bereichernde, detailverliebte und wunderbare Ausstellung im Leipziger Panometer – wohl noch bis zum Sommer (so denn bald wieder geöffnet) zu bestaunen: https://www.panometer.de/leipzig/unsere-ausstellungen/

Und was macht eigentlich…?

In den vergangenen Tagen ereilten mich immer wieder Fragen euerseits, die zumeist mit den Worten begannen „Und was macht eigentlich…?“ Und um auch meinen Blog nicht ganz verhungern zu lassen, habe ich mir vorgenommen, die kommenden Tage eure Neugierde ein wenig zu stillen und ein paar der Was-macht-eigentlich-Fragen zu beantworten 😉

Und weil es heute schon einigermaßen spät ist und Rumo neben mir verzückend schnarcht, beantworte ich heute die Frage: „Und was macht eigentlich Rumo?“

Also: Der Hundemann hat schon vor ein paar Wochen, als wir Menschen noch mit langen Loten durch die Gegend gewackelt sind, einen Hundefriseurtermin gehabt. Seitdem ist er noch supersüßer als zuvor und vermehrt drehen sich die Leute beim Spazieren gehen nach uns um. Nicht, um mir auf den Hintern zu glotzen, sondern um meinen Hund anzuhimmeln und in einem „Ooooch, der ist soooo süß“ dahinzuschmelzen.

Alle, die in den Genuss kamen, von ihm zum Streicheln genötigt zu werden, bestätigen seine unglaubliche Flauschigkeit und wenn er sich am Abend auf meine Füße legt, wenn ich am Schreibtisch sitze und ein wenig am Buch schreibe, dann benötige ich keine Socken, weil er mir das Gefühl gibt, meine kalten Füße mit seinem wuschelig warmem Fell zu erwärmen.

Der doch schon etwas ältere Hundemann strotzt jeden Tag von Energie als wäre er ein frischer Welpe, kaum müde zu bekommen, weswegen er mich gut auf Trab hält. Und darüber bin ich unglaublich froh! So tritt mir die Schnuffelnase damit in den Hintern und verbellt meinen inneren Schweinehund. Unser Ziel 2021: einmal um alle Leipziger Seen zu joggen – nunja, wir sind noch fleißig am Üben, wobei ich der luschigere Part in unserem Laufduo bin ;-).

Und weil er so supersüß ist, hier noch ein paar Bilder von der Schnuffelschnute:

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