April 13th – Ostermontag in Whangeruru
01.30 Uhr Ich versuche zu schlafen. Es stürmt und regnet. Es stürmt so sehr, dass es meinen Camper beutelt als wäre er eine kleine Nussschale auf dem weiten Meer. Mir wird schlecht vom Geschaukel und ich kann keinen Schlaf finden. Ich höre ein Hörbuch, an dieser Stelle mag ich euch mal empfehlen, was ich die letzten Wochen so höre: eine feine Krimireihe von Matthew Costello und Neil Richards „Cherringham – Landluft kann tödlich sein“. Es geht um ein kleines englisches Dorf, in dem zwei Freunde mysteriöse Zwischenfälle und Morde lösen.
03.00 Uhr Ich finde endlich Schlaf, denn es hört auf zu winden und zu schaukeln. Heimlich, still und leise verabschiedet sich in dieser Zeit mein Handy, um ein Update zu ziehen. Beim Neustart löscht es die meisten Kontaktdaten – warum auch immer. Gegen fünf Uhr morgens merke ich den Murks, bin erschrocken, traurig und denke dann: „Ok, kann ich jetzt auch nicht ändern. Frühjahrsputz mal anders.“ und poste eine Statusnachricht bei Whatsapp.
05.30 Uhr Ich freue mich sehr an den musikalischen Ostergrüßen aus der Musikstadt Leipzig. Hier auch für euch:
08.00 Uhr Nach dem Beseitigen der größten schmutzigen Überbleibsel des Osterdinners: Gemütliches Osterfrühstück mit dampfendem Kaffee und Karottenkokoskuchen. Sehr bewegendes Gespräch mit Anna und Roman über die neuere tschechische Geschichte. Ich stelle fest: hatte kaum einen Dunst über unser Nachbarland und nehme mir vor, die nächsten Tage immer wieder zu nutzen, um mehr zu lesen.
Gegen 10.00 Uhr schlägt die gemütliche Stimmung um. Mehr übernächtige und teils verkaterte Menschen geistern durch die Küche und „explodieren“ an den kleinsten Dingen. Ich ziehe mich zurück, räume meinen Camper auf und lausche einem Hörbuch in der Sonne.
Gegen Mittag schaue ich noch mal im Haus vorbei. Stelle fest: die Lautstärke ist heute einfach nichts für mich. Staune, wie man gleichzeitig dem TV, dem Radio und dem Spiel auf dem Handy bzw. Instagramm folgen kann. Ich drehe schon durch, ohne dass ich einem genau meine Aufmerksamkeit widme. Ziehe mich wieder in meinen Camper zurück, später dann in ein Zimmer im Haus und versehe die Tür mit dem Schildchen „please do not disturb“. Ich genieße die Zeit für mich.
18.00 Uhr Frisch geduscht tigere ich in die Küche zurück, dort läuft herrlichste Hans-Zimmer-Musik, es ist eine friedliche Stimmung und ich finde Ruhe. Das tut gut!
20.23 Uhr Ich versehe die Seite mit dem Blogbeitrag und bin innerlich schon auf dem Weg ins Bett. Wünsche euch auch süße Träume und eine behütete Nacht! Bleibt gesund!
PS: Wer mit mir in Kontakt bleiben mag, schreibe mir bitte eine SMS oder Mail, da ich den Frühjahrsputz meines Handys nicht rückgängig machen kann…
























