June 19th – Fairlie

Ja, die Namen der Orte können ganz schön verwirrend sein. Für mich ging es in den letzten Tagen erst nach Arakoa und dann Aoraki. Ich habe viel gesehen und mag euch heute vor allem durch (45 🙂 ) Bilder an den letzten Tagen teilhaben lassen.

Doch zuvor noch ein paar Anmerkungen zu Aoraki: Besser bekannt ist dieser Berg in Neuseeland als Mount Cook. Er ist der höchte Berg mit insgesamt 3724 Metern und liegt in den Südalpen. Das ist die Bergkette, die sich über die gesamte Länge der Südinsel erstreckt und besonders in den Wintermonaten beliebtes Ziel von Skitouristen ist. Aoraki besteht aus drei Gipfeln: Low Peak, Middle Peak und High Peak. Der Berg befindet sich im Aoraki National Park, welcher 1953 gegründet wurde iund zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Zu Aorkai gibt es auch eine Mardy-Legende: Aoraki war der Sohn Rakinuis, des Himmelsvater. Er hatte drei Brüder. Auf einer ihrer irdischen Reisen strandete ihr Kanu auf einem Riff und kippte um. Aoraki und seine Brüder kletterten auf die Oberseite des Kanus, um sich zu retten. Der Südwind fror sie jedoch ein und verwandelte sie zu Stein. Ihr Kanu wurde das Te Waka o Arokai (die Südinsel). Aoraki, der größte unter den Brüdern wurde zum höchsten Gipfel der Südinsel und seine Brüder schufen den Ka Tiritiri o te Moana (die Südalpen).

Aoraki erhielt seinen englischen Namen Mount Cook im Jahre 1851 von Kapitän John Lort Stokes. Er wollte den berühmten Kapitän James Cook ehren, der schon gut 80 Jahre zuvor die neuseeländischen Inseln umsegelt und im Zuge dessen die Südalpen benannt hatte. Im Jahre 1882 versuchten zwei Schweizer, den Berg erstmalig zu besteigen, scheiterten jedoch. Zwölf Jahre später gelang die erfolgreiche Erstbesteigung am 25. Dezember den drei Bergsteigern Jack Clarke, Tom Fyfe und George Graham. Die erste Frau auf dem Gipfel war Freda du Faur (1910). Edmund Hillary bestieg 1948 Mount Cook – bei dem Namen klingelt es vielleicht bei euch? Er war der erste Mensch, der zusammen mit dem nepalesischen Bergsteiger Tenzing Norgay den Mount Everest erklomm (1953) und im Zuge dessen zum neuseeländischen Nationalhelden wurde. Traurige Info: der Aoraki National Park ist das Bergsteigergebiet mit den meisten Todesfällen Neuseelands. 238 Menschen starben hier, wobei 60 von ihnen nicht gefunden werden konnten oder als vermisst gelten. Unter ihnen war auch der Onkel von Malcolm (die Familie in Rolleston, bei der ich so liebevoll aufgenommen wurde). Die bewegende Geschichte von John Cousins und seinem Bergsteigerkollegen findet ihr hier: https://www.nzgeo.com/stories/the-unforgiving-face/