April 10th in Whangaruru
Heute ist Freitag. Karfreitag. Seltsam war es auch heute, denn ich weiß, dass es ein „besonderer“ Tag war, aber so richtig „besonders“ war er eben auch nicht, denn die Tage sind wie sie sind und laufen wie sie laufen, und es ist, was es ist: Lockdown auf einem Gelände, dass wir nicht verlassen dürfen. Morgen früh dürfen drei Auserwählte nach Whangarei fahren, um einen Einkauf für alle zu machen. Das ist eine Mammutaufgabe, denn für 11 Leute einzukaufen, die alle eine andere Sprache sprechen, ist schon in der Planung der Einkaufliste eine mega Herausforderung. Das nimmt gerade locker eine Stunde des Abends in Anspruch. Den „kurzen Stock“ für unsere kleine deutsche Schicksalsgemeinschaft hat Dominic gezogen. Er glänzt mit einer Hammerliste, die nach verschiedenen Kategorien unterteilt ist. Mal schauen, was er vergisst. Hihi. Johanna und ich tippen: Johanna sagt, er wird einen der beiden Kaffees vergessen, ich tippe auf die speziellen Hygieneartikel, die Männer niemals benötigen. Aus purer Überforderung 🙂 .
Ja, die Tage sind, wie sie sind und manchmal habe ich das Gefühl, dass wir in einem „und täglich grüßt das Murmeltier“-Film festhängen. Und täglich grüßen die Hühner, und täglich winkt Sam am Tor, und täglich wartet Arbeit auf dem Grundstück, und täglich kommt Karl vorbei, und täglich staune ich morgens über die Schönheit der Natur um uns, und täglich rufen die Mamis von Johanna und Dominic an, und täglich … nach fast allem kann ich mittlerweile meine Uhr stellen 😉 . Ich bin froh, dass es einen sicheren Alltag für mich und auch für die anderen gibt. Wir stehen nicht mehr in der Unsicherheit eines öffentlichen Parkplatzes und das ist ein echter Gewinn. Und freilich ist es eine große Herausforderung, gemeinsam hier die Tage zu gestalten, sich gegenseitig zu respektieren, seinen eigenen Platz zu finden und bei sich zu bleiben. Für Sonntag haben wir ein gemeinsames Osterdinner geplant, ich freue mich darauf, dass wir damit das Osterfest zu etwas Besonderem machen. Und ich werde es euch wissen lassen, wie es war.
Heute haben einige von uns auch den Tag zu etwas Denkwürdigem gemacht: es gab das große Haareschneiden. Lockdown-Haircuts. Vorher – nachher hat Johanna festgehalten und ihr könnt es gleich sehen. Und keine Sorge: ich war nicht schon wieder dran 😉 .
























