Liebe neugierige Leser =)! Ich freue mich, dass ihr so beharrlich meiner „Pilger“-Reise folgt und nun will ich euch nicht länger auf kleine Geschichten und einige Eindrücke aus Bali warten lassen. Vor zwei Tagen habe ich mich aus der Hauptstadt Denpasar Richtung Norden aufgemacht und Unterkunft in Ubud bezogen. Noch vor wenigen Jahren galt diese Stadt als kleiner Geheimtipp der Insel zum Entspannen und Relaxen, Adresse für Yogis und Schlemmermäuler, die originales indunesisches Essen in Ruhe genießen wollten… und was darf ich euch sagen, ja ein wenig bin ich auch mit dieser Erwartung hierher gekommen. Stutzig hätte es mich doch schon machen können, dass es wirklich schwer war, eine Unterkunft in Ubud zu finden, die meiner Preisvorstellung entsprach, denn wer will denn für ein pobliges Zimmer ohne Frühstück 15 Euro oder mehr die Nacht zahlen? Und mit pbligem Zimmer meine ich lediglich einen Raum mit Bett und angeschlossener Dusche; ja, ich habe ein Fenster erwartet, als ich über Booking buchte, denn immerhin hatten mir das die Bilder versprochen und Licht und ja, vielleicht auch einen Stuhl. Hey, das ist doch eigentlich nicht zu viel verlangt oder? Ich hatte dann auch eben was gefunden mit diesen simplen Kriterien für nur 12 Euro die Nacht und die Bilder versprachen eine kleine Wohlfühloase im balinesischen Stil. Hier angekommen stand ich in einem „Loch“ aus Schimmel ohne Licht, ohne Steckdosen und ohne Fenster! Und ich darf euch sagen: es ist wirklich nicht leicht, auf die Barrikaden zu gehen, wenn die versprochenen Sprachen nicht gesprochen werden. Also habe ich mit meinen besten Theatergesten ziemlich deutlich gemacht, dass ich nicht gewillt bin, auch nur eine Nacht in dieser Buchte zu bleiben. Vier Leute haben dem Spektakel beiwohnen müssen, bis ihnen deutlich wurde, dass ihnen hier gleich eine zahlende Touristin flöten geht. Also gaben sie mir letztendlich ein Zimmer eine Etage höher und hey, es hat ein Fenster und eine funktionierende Steckdose! Dank meines Schlafsackes und der mitgebrachten Reisehandtücher werde ich es wohl auch noch zwei Nächte hier aushalten, ein Wort beschreibt es wieder mal ganz gut: disgusting!
Ubud als solches ist leider nicht mehr heimelig und schon lange kein Geheimtipp mehr, so erzählte es mir gestern ein Japaner, der immer in den Wintermonaten in Ubud lebt und seiner Kunst nachgeht. Denn vor allem für die Kunst und das Handwerk ist Ubud auch bekannt. Er habe noch nie so viele Touristen im März erlebt und das trotz „the virus“ und der dadurch fehlenden asiatischen Reisenden. Ja, „the virus“ ist auch hier ein Thema, obgleich nicht so groß wie bei euch daheim, hab ich doch tatsächlich heute gelesen, dass jetzt Ländergrenzen verstärkt geschlossen werden. Gruselig. Ach, ich sage euch ganz frei, ich bin froh, dass ich im Februar aufgebrochen bin und jetzt schon in Asien, wo es (bislang, klopfe auf Holz) kein Problem darstellt, zu reisen und die Landesgrenzen noch offen sind.
Ob ich auch ein bisschen was in den letzten Tagen angeschaut habe? Na klar! Die Hummeln im Hintern habe ich trotz tropischer Regenzeittemperaturen und so stand einiges auf dem Plan: Plantage des „Coffee Luwak“, Bantuan-Tempel, Elephant-Cave, Schmetterlingspark, „walk of Fame“ und Reisfelder. Letztere sind auf Bali terassenförmig angelegt und sehr berühmt.
Coffee Luwak: Ja, ich habe eine Plantage besucht, auf der die süßen Fleckenmusangs leben, Kaffeebohnen kauen und Menschend deren Kacke sammeln, um daraus einen der teuersten Kaffees der Welt zu rösten. Ich hab ihn probiert: sauer, bitter, nicht mein Fall. Aber die Tierchen waren süüüüß!
Hinduismus auf Bali: Tempel, Tempel, Tempel, große Anlagen, kleine Haustempel, „Opferstätten“ in fahrenden Autos, gesperrte Straße für Zeremonien und Zeremonien kann man hier täglich erleben, wenn man möchte. Der Hinuismus bietet eine Vielzahl von Göttern, also auch ne Menge Anbetungsmöglichkeiten. Vor den Türen der Häuser liegen kleine Gaben für Vishnu, die täglich erneuert werden und um Schutz für das Haus und die Familie bitten. Frauen ziehen mit Gaben und einer Handvoll Räucherstäbchen durch die Gassen und Straßen, bieten „Segen to go“. Angeschaut habe ich mir die Anlage des Bantuan-Tempel und die „Elephant-Cave“… Bilder findet ihr wie gewohnt am Ende meines kleinen (hihi, manchmal sind die schon ganz schön lang) Beitrages. Und: zu euch kann ich ehrlich sein: nach Kambodscha und Bali brauche ich ne „Tempelpause“.
So,den Rest erzählen euch ein wenig die Bilder, ich grüße euch und wünsche euch einen wunderbaren Tag! Bis bald!
























