Ein paar Tage bin ich nun unterwegs in Vietnam. Mittlerweile mit einer entzückend-herausfordernden Gruppe, die mich so oft an die FSJ-Wochen erinnert in ihrer Dynamik =). Bevor ich ein wenig aus dem Nähkästchen der letzten Tage plaudere, darf ich euch noch etwas anderes verrücktes verraten: meine deutsche Sprache lässt nach… Das fühlt sich so verrückt an, in englischer Sprache zu träumen und erst recht war es ein seltsames Gefühl in den letzten Telefonaten zu merken, wie an manchen Stellen der englische Satz in meinem Kopf schwirrt und ich nach der deutschen Übersetzung suche. Argh! Wahrscheinlich ist das manchen von euch bekannt? Also seht es mir nach, wenn die Sprache in meinem Blog herausfordernder für euch wird, erst recht die Satzbildung =).
Gestern bin ich in Hoi An gelandet. Und ich darf euch sagen: das ist das erste Fleckchen Vietnam, welches mich verzaubert hat und zu dem ich mir tatsächlich vorstellen könnte, mal wieder zurückzukehren. Eine wundervolle, kleine Stadt mit kleinen Gassen und Straßen, weniger Menschen als in den anderen Städten, die wir bisher besucht haben, eine frische Meeresprise hängt in der Luft und die Sonne kitzelt Glückgefühle hervor, wie ich sie aus den ersten Frühlingstagen kenne. Es zieht mich hinaus, Kaffee trinken, schwimmen, schlendern, die Seele baumeln lassen und schauen, wohin mich die Füße in diesen verzückenden Gässchen tragen. In diesem Städtchen mischt sich das asiatische mit dem europäischen, liegt auch ein wenig an der Geschichte, denn verschiedene Kulturen hatten in der Stadtgeschichte ihre Finger im Spiel: Japan, China, Frankreich, USA… Vietnam. Die Architektur ist definitiv verschieden zu der im Norden, dort waren die Häuser schmal und hoch; hier sind es maximal drei Etagen, geschmückt mit vielen Blumen auf den Balkonen und Lampions – so viele wundervolle Lampions! Rabimmel, Rabammel, Rabumm =)
Morgen ziehen wir weiter Richtung HCMC. Ehemals Saigon. Dann wird sich wahrscheinlich das Bild von Vietnam schließen, zumindest kündigte das unser Guide an. Ich bin gespannt, es muss ein harter Kontrast werden, besonders zu Hoi An. Ich werde es euch wissen lassen =)… Auf jeden Fall ist danach die Zeit in Vietnam vorbei und wir überqueren mit einem Bus die Grenze nach Kambodscha.
Vielleicht seid ihr neugierig, wie ich mich so in einer Gruppe mache? Bin ich doch eigentlich die, die plant und organisiert und die Herde arbeitstechnisch zusammenhält =). Nun denn, was soll ich sagen: es ist eine gute Übung für mich! Die ersten Tage habe ich vorrangig geübt, mit unserem Guide nicht mitzudenken. Das war eine wirkliche Challenge, loslassen, mitschwimmen, nicht denken sondern machen. Hab ich glaube ich ganz gut gemeistert. Nun bin ich Teil einer Gruppe, die in ihrer Mischung unterschiedlicher nicht sein könnte: Nationalitäten, Sprache, Berufe, politische Einstellungen, Humor, Geschwindigkeiten…. Und die Geschichten über diese Menschenmischung kann Bücher füllen =). Vielleicht sollte ich das tatsächlich nochmals in Erwägung ziehen, wenn ich wieder daheim bin.
Bis hierher für heute: das Resumee und alles weitere hebe ich mir für die Zeit nach HCMC auf =). Aber freilich hänge ich euch noch ein paar Bilder an. Liebste Grüße aus der sonnigen Ferne!
























