April 25th
Heute ist Samstag. Nicht lachen, ich muss mir jeden Tag mindestens drei Mal sagen, welchen Wochentag wir haben, weil ich sonst vergesse, welchen Wochentag wir haben 😉 Das geht seit Ende März so, nee stimmt nicht, eigentlich geht mir das schon ein wenig seit Reisebeginn so, aber durch den Lockdown und das Festsitzen wird das derart befeuert, dass ich manchmal sogar den Monat vergessen könnte. Und erst recht, wenn jemand mir schreibt und beispielsweise fragt, ob wir uns Samstag mal hören können, dann muss ich meinen Kalender öffnen und es mir eintragen. Mittlerweile ist es ein kleines Ritual, morgens einen Kaffee kochen, Nachrichten bei Whatsapp und Skype abrufen, Kalender öffnen, gucken ob jemand Geburtstag hat und ob einen „Termin“ an diesem Lockdowntag im Norgendwo gibt 😉
Heute ist der 25. April und es ist Nationaler Gedenktag in Neuseeland. Der heißt ANZAC-Day und wird neben Neuseeland auch in Australien und Tonga begangen. ANZAC steht für Australien & New Zealand Army Corps. Ich zitiere mal Wikipedia: „Der 25. April 2015 ist der Tag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im Ernsten Weltkrieg – der Landung auf Gallipolli. Die Schlacht von Gallipolli führte zu erheblichen Verlusten unter den australischen, neuseeländischen und tongaischen Soldaten. … Seit 1920 wird dieser Tag in ähnlicher Form wie in Australien durch den Anzac Day Act abgehalten. … Paraden der neuseeländischen Streitkräfte, der Polizeikräfte, Feuerwehr und anderer Organisationen werden abgehalten. Im Ersten Weltkrieg sind 16 302 Soldaten aus NZ gefallen, 40 362 wurden verwundet und 102 sind vermisst.“ Die Konfliktparteien in o.g. Schlacht von Gallipolli waren übrigens das Osmanische Reich, das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn auf der einen Seite; das Vereinigte Königreich, Frankreich und Französisch-Westafrika auf der Anderen. In diesem Jahr wurde der ANZAC-Day besonders begangen: https://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=12327501
Wahrscheinlich interessiert es euch auch, wie es mir aktuell geht, oder? Heute: geht so. Gestern: geht so. Vorgestern: geht so. Und den Tag davor: geht so. Ich versuche, ruhig zu bleiben. Ich versuche, zu atmen. Ich versuche, meine Plätze zu finden. Und ich versuche, mir immer wieder Mantramäßig zu sagen, dass jeder Mensch die Welt anders sieht, dass jeder Mensch anders ist, dass jeder Mensch Gründe seines Handelns hat… „Deine Welt – meine Welt“…. Alle ecken häufiger aneinander. Mehr mag ich an dieser Stelle gar nicht öffentlich dazu sagen, doch ich bin „gespannt“, wie das die nächsten Tage und im schwierigsten Fall die nächsten Wochen weitergehen wird… Manchmal wünschte ich, dass … und dann realisiere ich, dass… Und dann koche ich mir einen Tee, knalle mir ein Hörbuch auf die Ohren oder gönne mir einen Film im Camper, „baue“ mir einen kleinen Flecken meiner eigenen Welt und tauche ab, um Energie zu tanken. Bisher gelingt das ganz gut. Werde euch wissen lassen, wie es weitergeht 😉
























