Noch grüße ich euch aus Stillwater (Silverdale). Die letzten beiden Tage habe ich mit Ausflügen in der Gegend und Sonnenbaden auf dem Rasen von Sam verbracht. Die Ausflüge und das Bewegen taten mega gut und ich habe soooo schöne Ecken von Neuseeland gesehen. Deswegen gleich mal an dieser Stelle die Bilder 😉

Zunächst aus dem Shakespeare Regional Park & Army Bay:

Und dann noch von heute aus dem Wenderholm Regional Park:

Hübsch ne? Ich selbst bin geflasht von all den Eindrücken, manchmal fühlt es sich nach einem großen Stücken vertrauter Erde an… mir fehen die Wort um mein Gefühl dazu zu beschreiben, es ist eher ein: genau so. Und so ein innerliches Nicken und Grinsen.

Meistens musste ich leider gegen frühen Nachmittag diese Plätze wieder verlassen, da mir ja Kontakt zu „vielen“ Menschen untersagt ist, ja ich weiß, eigentlich zu allen, aber hey, beim spazieren und wandern kann man auch gut mal 50m zwischen sich lassen. Ich will ganz ehrlich aus der Ferne sein: es ist kompliziert, hier zu sein und es ist auch kompliziert, darüber nachzudenken, was ich alternativ tun könnte. Denn so einfach ist es auch nicht, zurück nach Deutschland zu fliegen… Ich weiß, dass sich viele von euch Sorgen und Gedanken machen, über die Situation in Deutschland oder dem Land, in dem ihr lebt, Fragen stellen sich, was kommt danach? Wann hört der ganze Spuk auf? Wann können wir uns wieder frei bewegen? Wann gibt es wieder Toilettenpapier? … Und ich schätze es auch sehr, dass ihr an mich in der weitest-weg-gehenden Ferne denkt, denn Neuseeland ist nunmal das Land, welches am weitesten weg ist von Germany. Zuerst: ich bin gesund! Auch an Tag 5 der Isolation kann ich sagen, dass ich keine Anzeichen von irgendeinem Virus habe und dass ich mich an sich fit fühle. Und doch: ich bin nicht entspannt. Das kann ich wahrscheinlich auch in den nächsten Wochen schlecht sein, denn gefühlt ändert Neuseeland vier mal am Tag die offiziellen Bestimmungen betreffend Covid 19, die dann auch direkt umgesetzt werden müssen. So hänge ich derzeit noch vorrangig am Handy, um Nachrichten zu checken (vermutlich lässt das nach, wenn ich keinen ungehinderten Zugang zu WiFi mehr habe). Und ja: ich frage mich besonders heute, ob es nicht „besser“ wäre, die Reise abzubrechen und nach Deutschland zu fliegen? Darauf hat leider niemand eine Antwort und keiner sagt, was für die Touristen in Neuseeland das beste wäre, glaubt mir, ich hatte heute ausreichend Kontakt dahingehend mit dem Auswärtigen Amt und dem Konsulat in Wellington. Neuseeland ist derzeit kein „Krisengebiet“, deswegen wird es keine „Rückholflieger“ geben. Maximal könnte ich bis Sydney fliegen oder Singapur und dann hänge ich dort fest; dann sitze ich doch lieber auf dieser hübschen Insel fest.

Im Übrigen hänge ich hier auch nicht allein fest, auch wenn sich das in den letzten Tagen stark danach anfühlt, aber: gestern traf ich eine Schweizerin, die bis Ende April nicht zurück in die Schweiz darf und ich traf ein Pärchen (er Deutscher, sie Japanerin, zwei Kinder), die hier festhängen und in keines der beiden Länder aktuell fliegen können, weil es keine Maschinen gibt… Niemand weiß, wie es sich verändern wird, was kommen wird, in Deutschland, in Neuseeland, weltweit… So will ich von Tag zu Tag schauen. Und am liebsten wie geplant, bis Ende Juni hier bleiben…

Denn es gibt ja Gründe, warum ich gegangen bin und noch bin ich nicht „fertig“ damit. Ich brauche noch Zeit. Deswegen: pass ich gut auf mich auf und ihr tut hoffentlich dasselbe mit euch und euren Liebsten! Ich lasse von mir hören und ihr antwortet vielleicht =). Das wird in den nächsten 14 Tagen spärlich meinerseits sein, denn ich fahre morgen in die Pampa. Da ich keinen öffentlichen Ort besuchen darf, also auch kein Mcens mit WiFi, werde ich wohl eher weniger von mir hören lassen können. Und danach serviere ich euch einen seitenweisen Blog-Beitrag 😉