June 5th – 12 km östlich von Riverton

Zum ersten Mal schreibe ich euch an einem Morgen, deswegen „Guten Morgen“! Seit gestern bin ich an der Südküste der Südinsel unterwegs. Dazwischen war auch so einiges: Queenstown & Glenorchy, Te Anau & Milford Sound. In Te Anau habe ich eine geführte Busfahrt unternommen, die mich nur ganz wenig an die Busfahrt in Kambodscha erinnert hat. 😉

Wenn ich mir so die Bilder der letzten Tage anschaue, dann bekomme ich manches Mal das Gefühl, dass ich zwischen Alpenregion und Norwegen pendle, Abstecher in das Erzgebirge unternehme und dann plötzlich wieder in den Alpen stehe. Verrückt und verwirrend. Das ist es auch, was mir bisher die Südinsel ist: eine Mischung verschiedenster Landschaften bestückt mit herrlichen, einzigartigen Gewächsen und belebt mit besonderen Tieren. Ein bisschen aufgeatmet habe ich gestern, als mir das salzige Wasser des Meeres in die Nase gepeitscht wurde vom starken Wind, denn das Meer hat mir definitiv gefehlt in den vergangenen Tagen 🙂

Seitens der Menschen habe ich den Eindruck, vermehrt „nur“ Touristen zu treffen; das ändert sich vielleicht in den kommenden Tagen, da ich ja aktuell zu Besuch auf einer Farm in der Nähe von Riverton sein darf.

Puh, morgens schreiben, wenn es noch dunkel und recht frisch ist, wird nicht mein Ding. Ich koche mir jetzt flugs den nächsten Kaffee und sende euch liebste Grüße! Over and out =).

Ähm. Doch noch ein paar Worte, mittlerweile ist es nachmittags. Mein „geniales“ Netz hat einfach bis jetzt gebraucht, um euch die Galerie hochzuladen. Fragt nicht – Südinsel und Empfang, das ist wie Wüste und Wasser, eher selten. Den Tag habe ich bisher auf der Farm verbracht: leider gibt es keine Schafe mehr, die sind alle beim Schlachter. Nichts mit Scheren lernen oder so. Ich habe der Dame des Hofes beim Putzen des Gewächshauses geholfen; es war eher ein Entkrusten, denn geputzt wurde das scheinbar noch nie, aber es hat Freude gemacht. Ein bisschen Werkeln im Garten erbaut mich ja zumeist. Danach waren wir gemeinsam bei der Post und Kaffee trinken – ich denke, dass Jilly sich auch gefreut hat.

… Vermehrt fragt ihr mich, welche neuseeländische Insel ich denn schöner finde und nun, da ich die „Reisehalbzeit“ habe, also die Hälfte von beiden gesehen, darf ich euch sagen: immer da, wo das Meer ist, geht es mir gut. Und nun ja, landschaftlich und geselliger weise war bisher die Nordinsel für mich etwas mehr Wohlfühlen als die Südinsel. Und ich darf euch auch ehrlich sagen: campen im Winter wird nicht mein Favourit, deswegen hat es die Südinsel aktuell auch schwerer.