Donnerstag mittag. Meine Füße liegen auf dem Schaffell unter meinem Schreibtisch, ich versuche mich auf meinen Bildschirm zu fokussieren und mich auf die Arbeit zu konzentrieren. Der Notenschluss in den einzelnen Schulen steht an und zumindest müssen bis morgen alle Kopfnoten eingetragen sein… doch immer wieder schweift mein Blick die Wand vor mir entlang über die Bilder, die Erinnerungsstücke und bleiben an den Bildern von Rumo hängen. Der kleine süße Hundemann mit seinen Knopfaugen und seinem großen Herzen schnarcht mir nicht mehr zu Füßen, er liegt auch nicht mehr auf den kühlenden Fliesen des Bades oder in seinem wärmenden Bett… er ist am Montag verstorben.
Und damit begann für mich eine neue Zeitrechnung: heute ist Tag 3 ohne Rumo und kaum ein Wort mag den Schmerz über den Verlust fassen. Er war mein Seelenbuddy, mein Tränentröster, mein Alltagserfrischer, mein Gefährte und mein Freund… er war für viele der liebste Hundemann und selbst die Menschen, die Hunde nicht mochten, meinten oft: „Ich kann zwar Hunde nicht leiden, aber Rumo ist anders. Den mag ich!“ Und ja, Rumo war anders und er machte es den Menschen leicht, ihn zu lieben. Er schlich sich mit viel Freude, Begeisterung und Zuneigung in die Herzen und in manches Leben. Und so hinterlässt er nicht nur bei mir eine Lücke…
Er hat es geschafft – die letzten Monate waren für meinen Sir Rumolf ein auf und ab von gesund werden und krank sein. Der Tumor in seinem Darm fraß ihn langsam auf und nahm ihm seine Kraft. Das Tröstliche: das letzte Wochenende hat er in vollen Zügen genossen und am Montag ging es recht schnell. Er hat sich nicht lange quälen müssen. Das war es, was ich mir für ihn gewünscht hatte und dennoch war es ein bodenlos, trostloser Moment. Und der hält noch an… Es wird dauern, bis die Montagsbilder aus meinem Kopf blasser werden und die schönen Bilder von und mit ihm sich den Raum zurückerobern. Und es darf seine Zeit dauern, die es braucht.
Bis dahin wechseln sich Tränen mit Bildergucken ab, ich räume etwas auf, räume ein bisschen weg, versuche allem Äußeren und Inneren einen Platz zu geben… Wer von euch Lesenden auch durch Bilder und Videos von Rumo schnorcheln mag, kann das gern auf meinem Instagram- oder Facebookprofil tun. Für diesen Beitrag gibt es nur ein Bild – eines der letzten von ihm.

























