Ich suche eine neue Bleibe, für Rübchen und mich. Das letzte Mal, als ich in Leipzig umgezogen bin, war zu Beginn des Jahres 2019. Damals musste ich aus einer zu großen Wohnung aus der Südvorstadt ausziehen; die Idee: ich suche mir ein WG-Zimmer oder eine kleine Wohnung. Drei Monate habe ich zum Jahreswechsel 2018/2019 damit zugebracht, mir Wohnungen anzuschauen, mich WGs vorzustellen, mich durch unzählige Onlineangebote zu wühlen; alles leider mit weniger Erfolg gekrönt. Zuletzt wurde ich auf Ebay Kleinanzeigen fündig: eine kleine Wohnung in der Zschocherschen Straße wurde annonciert, innerhalb von zehn Minuten gab es zwanzig Interessenten – ich war eine davon. Als ich die damalige Mieterin traf, wurde schnell deutlich, dass ich mit „ehrlich währt am längsten“ wohl eher unter „ehrlich wird nicht fündig“ verbucht würde. Also wandte ich einen kleinen Trick im Gespräch an, um den direkten Kontakt zur Hausverwaltung zu bekommen, schrieb noch am gleichen Abend eine Email an selbige und bekam den Zuschlag. Getrickst deshalb, weil eigentlich die Mieterin eine Nachfolge „aussuchen“ durfte. Trotz des Zuschlags behielt ich einen dumpfen Beigeschmack – wie sollte das wohl weitergehen in dieser Stadt mit bezahlbarem Wohnraum, der gefühlt nicht so weit draußen ist, dass man den Eindruck bekäme, näher an Chemnitz als an der Leipziger Innenstadt zu wohnen?
2019 zog
ich in die Wohnung und schon damals dachte ich mir „Das ist bloß
für den Übergang, bis ich was hübsches finde“. Bezahlbar ar
sie auf jeden Fall, doch gelegen an einer Hauptverkehrsstraße des
Leipziger Westens, reger ÖPNV, eine Feuerwache fußläufig, Kneipen,
Studentenpartys und vor allem: kein Grün vor der Nase. Dann kam das
Jahr 2019 anders als geplant und ich entschied mich, die Stadt für
eine Weile zu verlassen und mir die Welt anzuschauen. Als ich die
Wohnung zur Zwischenmiete ausschrieb, ging es mir wie meiner
Vormieterin: innerhalb weniger Minuten gefühlt hunderte
Interessenten, denn kleine Wohnungen, die auch noch einigermaßen
bezahlbar sind, blieben rar.
Zeitsprung:
als ich im April 2020 in Neuseeland war, wurde mir wieder deutlich,
dass ich nicht mehr „Kompromisswohnen“ wollte. Ich möchte
wenigstens auf einen Baum gucken, im besten Fall einen bzahlbaren
Wohnraum mit Balkon haben, das Gefühl zu atmen, anstatt mich
entscheiden zu müssen zwischen „Luft und Lärm“ oder
„Ersticken und ein bisschen weniger Lärm“. Zurück in
Leipzig habe ich deswegen nun meine Wohnung gekündigt zu Ende
November. Und seitdem geht die Suche von Neuem los. Klar ist: eine WG
auf Zeit ist denkbar (weiß ich ja nicht, wie schnell ich wieder
losziehen kann), eine Wohnung ist möglich – aber wo? WG gesucht
bietet Abhilfe, seit gestern habe ich wieder ein Profil. Bezahlbarer
Wohnraum für Alleinwohnende in Leipzig? Eine Illusion?
Seit 8 Jahren ist Leipzig – zusammen mit Berlin und Frankfurt – eine der am schnellsten wachsenden Großstädte Deutschlands. Jährliche Wachstumsrate: ca. 2 Prozent. Dabei sind die Auswirkkungen auf den Wohnungsmarkt unglaublich beachtlich. Spaziert man heute durch diverse Stadtviertel, entdeckt man an allen Ecken und Enden Baustellen, die auf Neubauten schließen lassen. Leerstehende Wohnungen sind mittlerweile Mangelware, die Nachfrage nach Wohnraum ist riesig. Besonders in dieser Zeit des Jahres, da das neue Semester vor der Tür steht. Die Stadt „scheint bemüht“, durch Mietpreisdeckel und diverse andere Verordnungen eine Preisexplosion zu zügeln – unklar bleibt, ob das gelingen mag… Fokus liegt eben auch auf Neubauten: zwischen den Jahren 2013 und 2017 wurden jährlich ca. 940 neue Wohnungen errichtet; 2018 waren es schon mehr als 2000. Dennoch: die Mietpreise steigen überdurchschnittlich (zwischen 2013 und 2017 um mehr als 10%!); Wohneigentum wird immer teurer – des Einen Freud, der anderen „Ätz“.
So
bleibt es spannend, wohin es mich verschlagen wird: in eine WG, in
eine eigene Bude, in welchen Stadtteil oder doch nach Borna? Lach =)
Leipzig wäre wirklich super. Also: wenn du was weißt, wenn du was
hörst, wenn du jemanden kennst, der was weiß oder wenn du jemanden
kennst, der jemanden kennt – ruf mich an oder schreib mir ne
Nachricht. Ich glaube tatsächlich: in Leipzig eine Bleibe zu finden
funktioniert aktuell lediglich über Vitamin B 😉
Ich könnte doch… Englisch üben, Tagebuch schreiben, den Abwasch machen, die Fenster putzen, mich um ein neues Telefon kümmern, den Garten gießen, jemanden anrufen, die unzähligen Nachrichten im Posteingang von whatsapp beantworten, ein Bild malen, einen Film schauen, mein Auto aufräumen, die Post beantworten, Vodafone anrufen… ich könnte all das und noch viel mehr und doch: es fehlt an freier Muse. Also schnappte ich mir vor wenigen Augenzwinkern meinen Rechner, klappte ihn auf und entschied: ich schreibe etwas in den Blog. Nur was? Ja ja, ich weiß, dass ihr vielleicht gewartet habt; vielleicht habt ihr gewartet auf DIE Nachricht von mir, die euch erzählt oder erklärt oder eröffnet, was nun aus der Weltreisenden wird. Und ja, auch richtig: ich bin selten um Worte verlegen, habe meist was zu erzählen, doch: mir fehlt die Muse.
Was für
mich Muse ist? Freiheit im Kopf und Herz, zu träumen, zu denken, zu
sabbeln und zu sortieren, gedanklich spazieren zu gehen, kreativ zu
stapeln und umzuwerfen, aufzubauen, neu zu schlichten und zu
kombinieren als wäre ich Kandinsky oder Magritte mit einer Tastatur.
Manchmal merke ich, wie mich die Muse „küsst“, wie mein
Herz Purzelbäume schlägt und meine Finger über die Tastatur
fliegen, wie meine Gedanken sich selbst überholen und ich staunend
neben mir stehe. Dann ist die Muse ganz nah. Als ich in Neuseeland
war genügte mir das Rauschen des Meeres, das Singen der Vögel, der
kitzelnde Sonnenstrahl in meinem Cappuccino und ich die schlichte
Einfachheit, um mich frei zu fühlen, um die Muse zu spüren. Zurück
in Deutschland ist das anders. Und vielleicht erzähle ich euch
schlichtweg davon.
Seit gut
zwei Wochen habe ich wieder etwas wie alltägliches Leben: täglich
wackle ich in die Leipziger Innenstadt und besuche eine Sprachschule.
Das Ziel: mein Englisch auf das Level C1 advanced pauken und Mitte
September dann die finale Prüfung im Cambridge-Examen ablegen.
Hoffentlich erfolgreich – crossed fingers! Zwischen 5 bis 8
Schulstunden am Tag bringen mir abwechselnd zwei Muttersprachler die
für mich immer noch fremde Sprache nahe: wir üben „reading &
using“, „listening“, „writing“ und ganz
besonders… tatata: Grammatik! Besonders in Letzterem haben sich
Fehler über die Jahre eingeschlichen und nun habe ich noch knapp
zwei Wochen, um meine Hirnströme dahingehend umzuprogrammieren.
Superchallenge! Im Großen und Ganzen ist der Unterricht super, die
Aussichten auf Erfolg im Examen sind Tagesformabhängig und doch
fühlt es sich supergut an, daran zu denken, dass ich ggf in wenigen
Monden einen Nachweis in den Händen halte, der mich berechtigt, für
englischsprachige Unternehmen zu arbeiten. Denn – ihr habt es
wahrscheinlich geahnt – den Kurs mache ich ja nicht ganz ohne
Hintergedanken. Das Ziel ist es, für eine Weile nach Neuseeland
zurückzugehen.
Neben
dem Englischkurs habe ich mich um verschiedene Dinge gekümmert, die
einfach erledigt werden müssen, wenn man wieder eine Weile ins
Ausland möchte: Haushalt verkleinern, langfristige Verbindlichkeiten
auflösen, Dokumente übersetzen, ärztliche Atteste einholen, den
internationalen Führerschein auffrischen und und und.
Lach –
manche von euch sehe ich gerade die Hände überm Kopf
zusammenschlagen. Nein, ich will nicht auswandern! Ich möchte nur
sehr gern von der Muse geküsst eine Weile in Neuseeland atmen, will
mein Herz schlagen hören und meine Finger über die Tasten fliegen
lassen.
Zurück in Deutschland zu sein, bedeutete für mich in den vergangenen Wochen, in ein System zurückzukommen, das seinen Weg läuft. Von außen betrachtet: ein System, in dem ich gut leben konnte, aktuell aber meinen Weg nicht finde. Besonders heute fühle ich mich als würde ich an einer Wegkreuzung stehen mit einer überflutenden Anzahl von Möglichkeiten. 10000000 Möglichkeiten und doch? Den von mir gewünschten Weg, für eine kleine Weile nach Neuseeland zurückzugehen, kann ich nicht einschlagen, denn noch immer sind die Grenzen Neuseelands dicht. Aktuell wird sogar davon gesprochen, vor dem Sommer 2021 nicht mehr zu öffnen. Und das bedeutet für mich: einen anderen Weg in Deutschland einschlagen, über den ich mir bisher keine Gedanken gemacht habe. Man könnte jetzt sagen, das sei naiv. Man könnte auch meinen, dass das so untypisch für mich ist, keinen Plan zu haben. Und ja, vielleicht war ich einmal planvoller, vielleicht gab es aber auch in meinem Leben bisher wenig Chancen, andere Wege einzuschlagen? Gefühlt stehe ich täglich neu vor 10000000 Möglichkeiten und dabei geht es nicht nur um die Frage, welche der Tomaten ich im Supermarkt kaufen sollte. Für mich ist es eine andere Frage: machen mich die Möglichkeiten freier? Und aktuell habe ich den Eindruck, so ganz persönlich, dass mich die Möglichkeiten lähmen, mir manchmal die Luft rauben und das Herz rasen lassen. Gefühlt haben all die Möglichkeiten, den Druck in mir steigen lassen. Und so kreise ich um mich, denke „ich könnte doch mal…“, fühle mich wie ein Panther im Käfig. Manchmal ertappe ich mich, wie ich auf mein Handy starre, auf Nachrichten warte, wie ich Netflix und Co öffne und hoffe, dass sie mir was vorschlagen, auf das ich gewartet habe, ertappe mich, wie ich Facebook durchscrolle und doch nicht denke, ertappe mich wie ich warte und warte und kreise und kreise. Dann trinke ich Kaffee, atme, lausche in mich, rauche eine zu viel, starre wieder aufs Handy, trinke noch nen Fencheltee.
Ich richte mich auf, straffe die Schultern, fühle mich dankbar, dass ich gesund bin, dass ich liebe Weggfährten habe, die mein Zögern aushalten, meinen Kopf gerade rücken und mein Herz verstehen. Und: die meinen Blog lesen, auch wenn er seltsam melancholisch daherkommt. Bis bald, ihr Lieben!
At the beginning some words for my English-speaking friends: I have been thinking about writing the blog in English, but I have to say: that would be hart work for me. So I decided to mix it, some Blog posts will be German, some English. Today: German. If you want to translate it I can recommand „google-translator“. It is nearly the best. And if you only want to see some pics, jump on the end of the post =)
Mein erster Blogbeitrag aus Deutschland. Also ja, es gab eine kurze Info, dass ich wieder da bin; heute bekommt ihr wieder einen längeren Redebeitrag meinerseits. Schon bevor ich in Neuseeland gestartet bin, hatte ich mir überlegt, den Blog weiterzuführen. Doch die ersten Wochen waren so voll, so anders, so „besonders“, dass mir oft die Worte fehlten, obwohl mein Kopf voller Gedanken war. Diese zu sortieren und für euch zu formulieren war eben ein anderes paar Schuhe.
Apropos
Schuhe und Klamotten…. Viele von euch haben mich gefragt, wie es
ist, nach Deutschland zurückzukommen? Puh, ich kann euch sagen,
dass das – neben „Und, wie war es?“ – die
schwerste Frage aktuell ist. Ich halte dann inne, versuche einen
Vergleich zu finden, ringe nach Worten, versuche Emotionen,
Gefühlsirrsinn und Kulturschock in Worte zu fassen, scheitere
innerlich und überlege und überlege… womit ist es vergleichbar,
nach dieser Reise nach Deutschland zurückzukommen?
Ein
Versuch: am Ende des Sommers packst du deine Sommerklamotten und
Schuhe weg, denn es kommt die kalte Jahreszeit und du brauchst
Staufläche in deinem Schrank für all die Pullis und langen Hosen.
Vielleicht packst du sie in einen Karton, verstaust sie gut, denkst
nicht mehr dran. Irgendwann wird es Frühling, die Tage wärmer und
du kramst die Kiste wieder vor. Dunkel erinnerst du dich, was du
reingelegt hast, wie es war die Sachen zu tragen und du weißt auch
noch, dass sie dir gut gestanden und gepasst haben. Du ziehst sie an
und stellst fest: manches sitzt noch wie angegossen und manches sitzt
nicht mehr so gut, anderes gefällt dir nicht mehr, doch du denkst
„Geht schon noch“ oder „Wird schon wieder passen“.
Tage vergehen, vielleicht zuppelst du an dir herum und obwohl es
deine Sachen sind, gibt es unter all den Dingen eben manches, was
nicht mehr zu dir gehört. Und hey, es lag ein Winter dazwischen, du
hast dich verändert. Vielleicht nicht nur äußerlich (immerhin gab
es Weihnachtsschlemmereien dazwischen), vielleicht auch innerlich.
Dein Bild von dir, dein Geschmack…
So
ist es für mich, nach Deutschland zurückzukommen. Wenn ich meine
Kiste anschaue, die ein halbes Jahr verstaut war, dann gibt es Dinge,
die erfreuen mein Herz und Dinge, die ich ansehe und denke: das passt
nicht mehr. Seit 16 Tagen bin ich wieder hier und viele Begegnungen
sind so, als wäre ich nie weggewesen.Manches verändert sich nicht
oder nur ganz wenig: Superschön!
Doch
gibt es tatsächlich viele Dinge, die mein Leben ausgemacht haben,
bevor ich gefahren bin, an denen ich nun täglich rumzuppel. Ich
denke „Das muss doch gehen“, „Das muss doch passen,
immerhin habe ich es so lange getragen“ (jetzt im Klamotten-Bild
noch mal gedacht), doch es passt nicht mehr. Und das löst
Verschiedenes in mir aus: ich freue mich über meinen Weg, meine
Veränderung bis heute, weiß warum ich unterwegs war und was ich für
mich gefunden und erreicht habe und ja, besonders nach dieser so ganz
anderen Reise habe ich Gedanken und Weisen entdeckt, die ich nicht
erwartet habe. Und auf der anderen Seite bin ich auch unglücklich,
betroffen und eine große Portion ratlos, denn – und ich möchte es
mit Frodos Worten sagen: „Wie
knüpft man an an ein früheres Leben? Wie macht man weiter, wenn man
tief im Herzen zu verstehen beginnt, dass man nicht mehr zurück
kann?“. Jaaa, der Hang zum emotional Dramatischen, den habe ich
noch immer 🙂 Manches ändert sich nicht! Und doch auch ganz
deutlich: nach einem halben Jahr habe ich mich verändert, habt ihr
euch verändert, hat sich die Welt verändert (und das wahrscheinlich
noch mal deutlicher durch Covid 19). Und so ist es. Und so darf es
sein.
„Und,
was hast du nun vor?“ Platz
3 der schweren Fragen. Wie will ich anknüpfen an mein früheres
Leben hier? Als Erstes habe ich begonnen, all den Dingen, die ich
nicht mehr brauche und die mir nicht mehr passen, ganz aktiv einen
neuen Platz zu geben. Klamotten und Schuhe, Bücher, Spiele,
Unterrichtsmittel, Haushaltsdinge, Möbel… es gibt eine Fülle von
Sachen, die gehen dürfen, neue Besitzer finden oder einen guten
Platz im Kreislauf des Vergehens einnehmen. (Wenn jetzt einer von
euch das Bedürfnis oder den Gedanken hat, mich zu fragen, was noch
da ist, scheut euch nicht! Es gibt noch reichlich Dinge, die ich gern
an euch für einen Silberling oder Groschen abgebe. Schreibt mir bei
Facebook oder schickt mir ne einfache SMS, Antwort garantiert 🙂 Und
wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst und euch bin: es gibt nichts, was
es in meinem Haushalt nicht gibt. „Zwinker“.) Und dann darf
ich euch auch ehrlich sagen: nach Deutschland zurückzukommen und
keine Arbeit zu haben, bedeutet anderen „Spaß“. Den muss
ich denke ich nicht weiter ausführen, oder?
Paragraphen-Ämter-Wald(kein)Spaziergang. Nochmal „zwinker“.
Und
sonst? Was ich neben dem Aussortieren mache? Das wird an einem
anderen Tag Platz bekommen. Spannungsbogen und so 🙂
Für heute will ich gern schließen mit meinem Seelenhundemann Rumo. Ihn wiederzusehen war zu Beginn ein wenig seltsam, seinen Gesichtsausdruck deutete ich zwischen freudiger Verwirrung und „Dich kenn ich doch, doch was willst du denn hier?“. Nach mehr als einer Woche miteinander haben wir uns wieder eingegroovt und eingewurschtelt, waren auf alten und auch neuen Spuren unterwegs, es wurde gekuschelt, manchmal geknurrt und wir freuen uns aneinander. Davon gibt es noch ein paar Eindrücke für euch. Passt gut auf euch auf und fühlt euch herzigst gegrüßt!
Etwas
länger nun habt ihr nichts von mir gehört, deswegen wird es Zeit
=). Ein weiterer Blogbeitrag und ja, ihr habt richtig gelesen: ich
bin zurück in Deutschland. Der Flug am Sonntag hat funktioniert und
ich bin am Montag nachmittag in Frankfurt gelandet. Tatsächlich
gestaltete sich die Reise zwischen Auckland und Frankfurt recht
simple: die angekündigten Covid 19-Kontrollen in Dubai blieben aus;
problemlos konnte ich im Transitbereich meine Zeit verbringen und in
den Flieger nach Deutschland steigen. Verzögerungen auf meiner Reise
gab es erst mit der Bahn: kurz vor Erfurt war ein PKW von einer
Straße abgekommen und auf die Gleise gestürzt, so dass ich nach 45
Stunden Reise eine Stunde vor dem Ziel dann doch noch mal festhing.
Um ganz ehrlich zu sein: ich vermag derzeit nicht zu schreiben. Gefühlt ist mein Körper hier, mein Kopf noch unterwegs, mein Herz noch nicht losgeflogen. Der Wechsel ist schwer in Worte zu fassen und deswegen mag ich es auch nicht versuchen. Dieser Beitrag wird also doch nur das sein, was ich zu Beginn des Tippens ahnte: eine Info an euch, dass ich wieder in Deutschland bin. Alles andere später =) Ein paar Bilder der letzten Tage gibt es noch! Liebste Grüße an euch!
Am
Samstag bin ich mit Bessie zurück nach Whangerei gefahren. Die
nächsten Tage will ich Freunde besuchen, die ich im Lockdown in
Whangeruru kennengelernt habe, wir haben Geburtstag gefeiert und nun
übe ich mich im „Chillen“.
Gedankensprung: Nach so vielen Wochen wieder nach Whangeruru zu kommen, war von besonderen Gefühlen begleitet. Als ich hier weggefahren bin, lag das Abenteuer vor mir: Neuseeland entdecken; all die unbekannten Winkel und Landschaften, all die Menschen und Begegnungen, all die Gespräche und das Schweigen, das Alleinsein und die Einsamkeit, das Fallenlassen und „Einfach-sein“, all die Wege und Tage lagen wie ein frisches Blatt Papier vor mir und ich wusste nicht, was kommen würde. Nun, gut 10 Wochen später, kann ich auf die beschriebenen, cholorierten, bemalten und beschmierten Blätter schauen und staune über all das, was mir auf diesen Wegen geschenkt wurde, was ich alles sehen und erleben und erfahren konnte.
Gedankensprung:
schon auf die Nordinsel zurückzukommen, war ein wenig, wie
Nachhausekommen. Nach Whangeruru zu kommen, fühlte sich auf jeden
Fall auch so an, ein wenig stärker noch. Jetzt bin ich hier an
diesem Ort, den ich mir für den Lockdown nicht selbst gesucht habe
und doch hat mich dieser Ort gefunden. Es geht mir gut, ich fühle
mich wohl, schaue auf das Meer, atme, trinke Tee, lasse die Stunden
kommen und gehen, bin und bin und bin und: bin glücklich.
Gedankensprung:
Hierher zu fahren, war nicht leicht. Seit Tagen wird der Norden der
Nordinsel von schweren Regenfällen und Stürmen heimgesucht. Straßen
standen binnen Minuten unter Wasser, geflutete Felder und in Not
geratene Herden, weggespülte Hänge und abrutschende Bäume, manche
Haushalte spülte es aus den Häusern die Straßen und reißenden
Flüsse hinab, geflutete Tankstellen… ein Ende ist noch nicht
absehbar. Derzeit heißt es aufatmen, denn der Regen in Whangeruru
wurde zu einem leichten Niesel. Das Meer, welches noch vor Tagen blau
und klar und belebt daherkam in Ebbe und Flut, liegt nun
schlammdurchzogen, schlackbraun vor mir; nur wenige Vögel kann ich
heute vom Balkon aus beobachten. … und all das schreibe ich euch
nur wenige Wimpernschläge nach dem letzten Eintrag zum Thema
„Wasser“.
Gedankensprung:
ja, ich weiß, bald ist der Tag, an dem ich Bessie in Auckland
abgeben werde. Nur noch ein paar Mal schlafen und unsere Wege müssen
sich trennen. Und ja, ich verstehe, dass ihr euch auch fragt, was das
für mich heißt. Ich habe mich entschieden, es euch heute wissen zu
lassen: in den vergangenen Wochen habe ich mich immer wieder gefragt,
wie meine Reise weitergehen soll, die doch nun überhaupt nicht auf
die Osterinseln und nach Südamerika gehen kann. Aktuell wäre es
töricht, in diese Gebiete als „stinknormaler Tourist“ zu
reisen. Mein Visum in Neuseeland ist verlängert bis September,
Australien hat wieder dicht gemacht, dass es eine „Tasmanian
bubble“ geben wird und sich die Lage in diesem Bereich der Welt
dadurch entspannen könnte, wurde verschoben. Aktuell wird es wohl
nicht vor dem neuen Jahr „entspannter sein“. Und das heißt
leider auch: es werden keine Touristen kommen können, und deswegen
wird es wahrscheinlich auch keinen normalen Flugverkehr geben bis
mindestens Weihnachten. Das ist die aktuelle Situation, keiner weiß,
was passieren wird. Mein Visum in ein Work&Travel Visum zu ändern
ist mir aufgrund des Alters nicht möglich. Und so habe ich mich sehr
schweren Herzens dazu entschieden, meine Reise abzubrechen an diesem
Punkt und zu versuchen, nach Deutschland zurück zu fliegen. Über
mehrere Wochen habe ich die Preisentwicklung beobachtet, mit Hilfe
Flüge gebucht (die wieder gecancelled wurden aufgrund der Lage in
Australien) und warte nun, ob der aktuell gebuchte Flug stattfinden
wird. Der Preis war akzeptabel, die Reisezeit auch. Und doch habe ich
mich auch entschieden, den Flugtag nicht öffentlich zu machen. Man
kann nie wissen 😉 Und ich werde mir Zeit nehmen, um anzukommen.
Seht mir das bitte nach. …Und wenn es mir möglich ist, werde ich
die Reise nächstes Jahr fortsetzen. Bis dahin werde ich euch ab und
an schreiben, den Blog mag ich einfach weiterführen, mal schauen,
was auf den neuen weißen Blättern, die aktuell vor mir liegen,
gezeichnet, gemalt, geschrieben, geschmiert sein wird. Aber für
heute: Liebste Grüße in die Welt aus Whangeruru =).
Kennst
du die Regentrude? Diese verwunschene Frau, die in ihrem Reich lebt
und dafür sorgt, dass die Erde genug Regen und Wasser hat, um zu
grünen und zu blühen, um Leben hervorzubringen und die Lebewesen zu
ernähren? Kennst du Eckeneckepenn, den Widersacher der Regentrude?
Diesen kleinen flammenden Kobold, der die Regentrude verzaubert und
sie einschlafen lässt, so fest, dass der Regen aufhört und das Land
verdorrt?
Die Regentrude ist ein Märchen von Theodor Storm. Er schrieb es 1863; erstmals erschien das Werk 1864 in der Leipziger Illustrierten Zeitung Nr. 43 „Die Regentrude – ein Mittsommermärchen“. 1976 verfilmte die DEFA das Märchen in einer, wie ich finde, sehr gelungenen Weise. Der heutige Tag hat mich an diese Verfilmung erinnert: der immer noch anhaltende Regen, der mich am Morgen wachtrommelte; die Gesteine, die ich im Orakei Korako Park sah und die mich in ihrer Verwunschenheit an das Reich der Regentrude erinnerten. Und beides mag ich zum Anlass nehmen, um euch vom Wasser in Neuseeland zu erzählen.
Wasser
in Neuseeland ist für jeden zugänglich und kostet nichts.
Trinkwasser wird kostenfrei an Haushalte geliefert, auch das Abwasser
wird in den meisten Regionen der Inseln kostenfrei entsorgt. „Green
and clean“, so lautete viele Jahre der Slogan, besonders was das
Wasser angeblangte, doch es gibt mittlerweile einige Haken.
Wie ihr in mehreren vergangenen Beiträgen lesen konntet, lebt Neuseeland vor allem von Tourismus und Landwirtschaft. Besonders im letzteren Segment steigen die Umsätze jährlich und freilich auch die Nachfrage, vor allem im Bereich des Rindfleisches. Um die „Viecher“ gut zu versorgen, braucht es Wasser, denn eine Kuh schluckt ca. 60 Liter Wasser am Tag, besonders Milchkühe. Auch braucht es Wasser für die Weiden, denn Kühe und Schafe, Ziegen und Schweine, wollen was zum Beißen haben. Steigender Wasserbedarf. Die Farmer ziehen das Grundwasser kostenfrei. An sich kein Problem, doch: in manchen Regionen der Inseln ist der Verbrauch so stark gestiegen, dass der Trinkwasserspiegel unter den Meeresspiegel zu sinken droht; dann könnte es passieren, dass sich das Meerwasser einen Weg sucht und das Grundwasser ungenießbar werden lässt.
„Green and clean“ – auch Neuseeland kämpft mit Überdüngung und der Nitrat-Bealstung des Grundwassers. Viele Seen sind mittlerweile für das Baden gesperrt. Mit der Verunreinigung des Grundwassers steigt auch die Skepsis der Bevölkerung; kein Wunder, gab es doch in den vergangenen Jahren vereinzelt Berichte von verunreinigtem Leitungswasser, Kolibakterien im Wasser. Mittlerweile wird das Trinkwasser gechlort. Neuseeland verliert nach und nach das Image vom „puren Wassergenuss“. Auch hier scheint erneut die gestiegene Milch- und Fleischproduktion eine Rolle zu spielen.Jede Kuh scheidet pro Tag ca. 50 kg Urin und Kot aus; vieles davon sickert in den Boden. Es braucht dringend eine Lösung. Ich zitiere aus einer Quelle aus dem Jahr 2018 (!): Ein Milchbauer klagt an: „Die Milchproduktion steht für 15 Millionen Dollar an Exporteinnahmen. Natürlich wäre es super, wenn Neuseeland so einen Technologieriesen wie Apple hätte und nicht von der Landwirtschaft abhängig wäre. Haben wir aber nicht. Und wir Milchbauern sind nun mal international sehr erfolgreich, mit dem was wir tun.“ Martin Taylor von der Umweltorganisation „Fish and Games“ sagt: „Wir haben zunehmend Probleme mit giftigem Algenwuchs“. Mittlerweile seien bis zu drei Viertel aller einheimischen Fische vom Aussterben bedroht. „Inzwischen muß ich erst mal googeln“, sagt Martin Taylor, „bevor ich mit meinen Kindern irgendwo baden gehen, ob sie sich in einem Fluss nicht irgendwelche Keime einfangen könnten. Das ist nicht das, wofür wir hier als Neuseeland stehen.“ Die Regierung hat vor zwei Jahren ein 60 Millionen Euro Maßnahmenpaket beschlossen. Das sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt Martin Taylor. Er sieht vor allem einen Ausweg aus der Krise. Einen ökonomisch schmerzhaften. „Es geht nur mit weniger Kühen. Mit weniger Milchproduktion. Auch wenn das bedeutet, dass manche Bauern sich vielleicht nach Alternativen umschauen müssen. Das ist nun mal so. Es geht doch nicht, dass nur weil einige damit, gutes Geld verdienen, alle anderen mit einer kaputten Umwelt leben müssen.“Bis 2040 soll in 90 Prozent aller Gewässer Schwimmen wieder möglich sein. Als erste Maßnahme wurden die Standards gesenkt. Und so sahen Neuseelands Gewässer mit einem Handstreich schon wieder viel sauberer aus. Auf dem Papier zumindest.“(Quelle: https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/neuseeland-wasser-100.html)
Mitte Juni 2020: Auckland richtet ein neues Alarmsystem ein ähnlich dem, wie es die Codi 19-Levels gibt. Grund dafür: Wasserkrise in der Region.
Kurzer Blick schon im April 2020…
Damit versucht die Regierung auf einen lang anhaltenden Notstand zu reagieren. Im Raum Auckland hat es seit Monaten kaum Regen gegeben, die Trinkwasserressourcen sind so stark gesunken, dass es an allen Ecken und Enden fehlt. Es gab nicht einmal halb so viel Regen seit November 2019 wie notwendig gewesen wäre… Geduscht werden darf nur noch 1-2 mal pro Woche; sollten sich die Wasservorräte nicht bald auffüllen, wird die Stadt die Wasserleitungen schließen und die Bevölkerung muss sich dann das Wasser für den Haushaltsbedarf an bestimmten „Verteilstellen“ abholen. Und so hofft die Stadt täglich auf Regen; Regen, der scheinbar seit Wochen einen Bogen um die Region macht. Watercare wirbt für Superhelden: „We’re also asking every Aucklander to play their part inside the home and reduce water usage by 20 litres per person per day – that’s two buckets of water and that’s what a superhero would do!“ (https://www.watercare.co.nz/)
Zurück zum Anfang: Trinkwasser ist kostenfrei in Neuseeland. Es gibt kein Gesetz, was das Abfüllen und den Export von Wasser verbietet; das hat sich ein chinesischer Konzern zu Nutze gemacht. Warum? Seit Jahren kämpft China auch aufgrund der stark gewachsenen Bevölkerung mit großen Umweltschäden. Bereits vor 20 Jahren warten chinesische Wasserexperten erstmals vor einer „Wasserkrise“. Damals prognostizierte man das Jahr 2030 als „Startpunkt“, doch das Problem ist längst auf dem Tisch. Das Trinkwasser Pekings hat Schwermetallrückstände, die dem 20fachen WHO-Standard entsprechen; mehr als 40% des Ackerlandes scheinen verseucht… Die Lösung fand China hier: in Neuseeland. In der Nähe von Christchurch füllt das chinesische Unternehmen Nongfu Spring Plastikwasserflaschen mit Trinkwasser (welches ja in Neuseeland kostenfrei für alle zugänglich ist) und exportiert diese Flaschen nach China. Schätzungsweise entnimmt die Anlage stündlich 210.000 Liter, fast 5 Mio am Tag. Jährlich entspricht das fast „250 olympischen Schwimmbändern“. Wer mehr wissen mag: googelt mal Nongfu Spring; da wird einem übel.
Nachdem
ich die letzten Tage in Rotorua und Umgebung unterwegs war, hat es
mich heute mit einem leichten, aber lang geplanten Umweg nach Taupo
verschlagen. Doch der Reihe nach ;-).
Damit keiner von euch vor lauter Neugierde Bauchkneifen bekommt, verrate ich euch, was ich vorgestern im Wald gemacht habe. Wie euch wahrscheinlich noch im Kopf hängen geblieben ist, habe ich auf die Dunkelheit gewartet, deswegen kann ich eure Vermutung, ich sei Pilze suchen gegangen, entkräften. Ja, ich weiß, dass das nahe liegt, denn wer mich etwas länger kennt, weiß, dass ich sehr gern mit der Rübe durch den Wald stiefel und dabei so oft es mir möglich ist auch „in de Schwamme“ bin (erzgebirgsch für „in die Pilze gehen“). Ich hatte auch kein Date mit nem Werwolf, war nicht zum Backen bei der Hexe eingeladen, Hase und Igel hatten sich schon gute Nacht gesagt. Ja, Waldelben hätte ich gern gesehen oder zumindest Waldläufer, hat leider nicht funktioniert. Stattdessen war mein Ziel der Whakarewarewa Forest, in dem riesige Redwoods stehen, durch die ein Treewalk führt, den man bei Tag und auch bei Nacht begehen kann. Redwoods in Neuseeland? Diese Bäume wachsen doch eigentlich an der Nordwestküste Amerika! Stimmt. Doch: 1901 kamen Menschen auf die Idee, in Neuseeland zu testen, welche Bäume hier gut und schnell wachsen und so probierten sie zahlreiche Arten aller Kontinente. So entstanden über die ganze Insel verteilt, angelegte Wälder und in Rotorua das „Redwood grove“. Die Redwoods wachsen hier besonders gut, weil sie geschützte Standorte in tiefen, fruchtbaren und mit gut durchlässigen Böden lieben, der gleichmäßige Niederschlag setzt dem ganzen den i-Tupfer auf. (Witziger Nebenfakt: die Nordküste Amerikas und Rotorua sind ähnlich weit vom Äquator entfernt.) Redwoods vertragen keinen Frost. Die Rinde kann bis zu 30cm dick werden und isoliert damit super den Baum und schützt zeitglich noch vor Insekten und Feuer. Woher ich das weiß? Nerd-Wissen aus dem Internet, hihi. Wer mehr wissen mag, bemühe selbst Bücher oder einschlägige Internetseiten =). Der Redwood Treewalk ist ein must-see in Rotorua, das haben sich vor allem an diesem Wochenende einige der einheimischen Urlauber gedacht; für den Walk am morgen musste ich nicht anstehen; für das Erlebnis im Dunkeln stand ich mit vielen anderen knapp 2,5 Stunden an 😉 Aber es hat sich gelohnt. Hier ein paar Eindrücke für euch:
Noch
ein paar Worte zum Holz in Neuseeland. Holz spielt hier neben dem
Tourismus und der Landwirtschaft eine tragende Rolle. Neuseeland ist
der weltweit größte Exporteur von Nadelrundholzen. Der Rohstoff
wird auch im Land häufig verbaut, genutzt, verfeuert. Fast alle
Häuser bestehen aus Holz. Fast jedes Haus besitzt ganz
selbstverständlich einen Kamin, der mit Holz befeuert wird. Fährt
man über die Inseln, durchquert man sehr häufig künstlich
angelegte Wälder, die als „Holzfarmen“ benutzt werden. Das
sieht mancherorts sehr schön aus, hat aber auch naheliegende
Nachteile: der einheimische „bush“ muss weichen, damit
verlieren Vögel Nistplätze und viele einheimische Arten ihren
Unterschlupf.
Wie schnell sich Natur ihren Platz zurückerobert, zeigt ein Tal nahe Rotoruas: das Waimangu vulcano valley. Vor ein paar Tagen berichtete ich euch vom „buried village“, welches nach dem Ausbruch des Vulkans Tarawera 1886 „begraben“ wurde. Tatsächlich passierte auf der anderen Seite des Vulkans erstaunliches: durch die vulkanischen Aktivitäten veränderte sich ein ganzer Landstrich, Seen und Wälder verschwanden, neue Grater taten sich auf, die sich über mehrere Jahre mit Wasser füllten, neue Quellen traten zu tage – bis zum heutigen Tag verändert sich dieses Tal: Geysire kamen und gingen, Quellen sprudelten und versiegten, Erde hob und senkte sich… Forscher bestaunen und beobachten, erst vor zwei Wochen veränderte sich ein kleiner Bachlauf und bisher ist noch ungeklärt, woher das neue Wasser kommt. Dieses Tal ist bewachsen von ausschließlich „native bush“, der Mensch pflanzt nicht zu, kontrolliert den Wald nicht, versorgt lediglich die Wege durch das Tal und kümmert sich um „pestcontrol“ (wie an allen Orten der Insel).
Heute
hieß es dann für mich: Aufbruch aus Rotorua. Dankbar erfüllt mit
so vielen schönen Eindrücken; auch hier hätte ich vermutlich
locker noch Wochen verbringen können, doch es lockte mich nach
Matamata, denn für heute war schönes Wetter angesagt. Also packte
ich meinen Camper und tourte mit Bessie nach Matamata. Für alle
Insider: ihr wisst, was mein Ziel war =). Genau: Hobbiton! Heute habe
ich mir einen Wunsch meiner bucket-list erfüllt und das Filmset der
berühtem Trilogien „Lord of the rings“ und „Hobbit“
besucht.
Hier einige Filmsequenzen „über Hobbits“ und „Hobbiton“:
Gut zwei Stunden dauerte die Tour über die Farm der Familie Alexander, auf deren Grund und Boden Hobbiton erbaut und auch nach den Dreharbeiten erhalten wurde. Und ganz ehrlich: an dieser Stelle spare ich mir den Versuch, euch mein Gefühl zu beschreiben – schaut es euch selbst an, wenn ihr könnt! Auch wenn man Hobbits vielleicht nicht leiden kann, ihr werdet diesen Ort mögen 😉 Und für alle, die aktuell nicht einreisen dürfen oder können, hier wie gewohnt noch ein paar Eindrücke:
Zwei
fröhliche Nachrichten gleich mal zu Beginn: Bessie lässt nicht mehr
das Wasser rein und ich kann wieder im Trockenen und Warmen schlafen!
Yeah!! Und: mir geht es endlich besser! Die Stimme kehrt zurück, der
dicke Hals lässt nach, ich fühle die Energie zurückkommen! Nochmal
Yeah! Seit zwei Tagen bin ich in Rotorua. Ich habe mir einen kleinen
Campingplatz in der Nähe der Touristenhochburg gesucht, stehe mit
Bessie am See, schwarze Schwäne, Möwen und Wildenten grüßen uns
morgens und sagen uns abends „Gute Nacht“. Die Heizung
läuft und ich fühle mich jetzt wie in einem kleinen fahrenden
Wohnzimmer.
Die
Nordinsel Neuseelands zu bereisen, löst in mir ein Gefühl aus, was
ich noch immer schlecht in Worte fassen kann. Ich fühle mich wohl,
es fühlt sich vertraut an, ich fühle mich nicht fremd, vielmehr ist
es, als wäre ich nach langer Zeit endlich wieder da. Als wäre ich
etwas länger weg gewesen und würde nun zurückkehren. Es ist ein
schönes Gefühl, auch wenn es mir selbst bisher fremd war, dieses
Gefühl meine ich. Und so bin ich in Rotorua seit zwei Tagen
unterwegs, bewege mich in der Gegend, habe das Gefühl, schon mal
auf diesen Straßen gefahren zu sein. Nein, ich bin nicht verrückt
😉 . Es ist der kleine Versuch, dich durch meine Worte an dem Gefühl
teilhaben zu lassen, welches die Tage auf der Nordinsel in mir
auszulösen vermögen.
Rotorua
kündigt sich schon von weitem geruchlich an. Die Region zwischen
Tauranga bis Taupo ist der Hotspot Neuseelands geothermische
Aktivitäten betreffend und so ist der schwefelige Dampf, der die
Nasen erfüllt und mich sehr stark an den Chemieunterricht bei Herrn
Kunzmann erinnert (und an Carsten und seine witzige Technik, an einem
Reagenzglas zu schnuppern), einfach unumgänglich. Dampfschwaden
durchziehen die Landschaft, schlängeln sich aus den Wäldern empor,
es blubbert und brodelt und malt die schönsten Gesteinsbilder. 18
Seen liegen um Rotorua, ich selbst stehe mit Bessie am Lake Rotorua,
der seine Existenz einem Vulkanausbruch vor 240 000 Jahren verdankt.
Aufgrund
der Naturkräfte verehrten auch schon die frühen Maori-Stämme die
Gegend, nutzten die heißen Quellen zum Kochen und Baden, färbten
mit den unterschiedlichen Gesteinen ihre Häuser, so auch die Maraes
(traditionelles Versammlungshaus). Eine der bedeutendsten Quellen
nannten sie „Wai-O-Tapu“, das bedeutet „Heilige
Wasser“. Bis heute sind knapp 40% der Einwohner Rotoruas und der
umliegenden Ortschaften Mardy-People. Viele von ihnen verdienen ihr
Geld in den „lebenden Dörfern“, in denen sie Darbietungen
aller Ort für Touristen anbieten und erklären.
Rotorua
boomt. Es ist die Stadt, in der ich zum ersten Mal in Neuseeland im
Stau stand. Und das sogar an zwei Tagen in Folge! Soooo viele
Menschen und vor allem Touristen. Wenn ich ihrem Zungenschlag
lausche, dann kann ich sagen: kunterbunte Mischung aller Nationen.
Verrückt, manches mal – wenn ich mal wieder in einer Schlange zu
einer der Sehenswürdigkeiten anstehen muss – frage ich mich, wo
kommen sie alle her? Und wo haben sie sich all die letzten Wochen
versteckt? Ich schmunzle über mich selbst, weiß ich doch auch, dass
ich mich in DER touristischen Region der Nordinsel bewege: Taupo und
Matamata um die Ecke, das Meer ist nicht weit und die Region strotzt
von Aktivangeboten, hier kann man getrost nen Monat verbringen, ohne
gelangweilt zu sein. Und dann kommt eben auch dazu: in Neuseeland
sind gerade Winterferien und nach allem lockdown-Daheim-Sitzen machen
sich die Kiwis gerne auf die Socken =).
Heute war ich im Wai-O-Tapu wonderland und gestern habe ich das „buried village“ Te Wairoa besucht. Südöstlich von Rotorua gelegen, war dieses Dorf bis 1886 von Maori und Europäern bewohnt, die ihr Leben mit touristischen Touren zu den weißen und pinken Terrassen finanzierten. Das Dorf wurde durch einen massiven Ausbruch des Vulkans Mount Tarawera komplett zerstört und unter einer meterdicken Schlammschicht vergraben. Nur wenige der Einwohner konnten sich retten. Jahre später begannen Archäologen das Dorf auszugraben und die Geschichte der Menschen zu erzählen. Die letzte Frage im dortigen Museum lässt mich noch mal stocken: Sinngemäß steht da „Kann so etwas wieder passieren?“ und die simple, klare und ungeschönte Antwort: Ja. Diese Inseln sind aktiv: Erdbeben und vulkanische Aktivitäten, geothermische Kräfte an allen Ecken und Enden. So, ich muss an dieser Stelle einen Punkt setzen, die Sonne ist untergegangen und ich will noch mal in den Wald. Was ich da mache, verrate ich euch ein anderes Mal =).
PS: und jetzt noch drei Videos und ein paar Bilder 😉
Erst einmal Bilder meiner Reise entlang der Eastcoast. Route: Wellington – Pukaha wildlife Mount Bruce – Te Awanga – Napier – Gisborne – Anaura Bay (dort habe ich gestern zu heute übernachtet) – Hicks Bay – Opotiki – Whakatane – Rotorua
Du kennst vielleicht dieses Gefühl, an einem Lagerfeuer zu sitzen. Das Gesicht gewärmt von den Flammen; züngelnd, aufleuchtend, bewegend, das Feuer zeichnet in jedem Wimpernschlag ein neues Bild und du sitzt wie gebannt davor, trinkst ein Bierchen oder so, starrst ins Feuer, träumst, hängst den Gedanken nach. Für mich ist Feuer immer wieder verzaubernd und gestern hatte ich dieses Gefühl auch am Strand in der Anaura Bay. Hin zum Meer floß ein kleiner Fluss, der sich auffächerte, je näher er den Wellen des Ozeans kam und mit sich Sand trug, der immer wieder neue Bilder zeichnete. Meine Füße waren von Wasser umspült (keine Sorge, die waren gut in warmen Schuhen verpackt 😉 ), mein Blick wie gebannt, verzaubert, träumend, frei. Besonders in diesen Momenten, liebe ich es, unterwegs zu sein. Die Sonne genießen, das Rauschen des Meeres, niemand sonst um mich her, nur mit mir sein und träumen. Und es ist eine merk-würdige Mischung aus Frieden und Sehnsucht.
Heute
(Donnerstag) schreibe ich euch wieder aus meinem Camper, seit gestern
sind „Bessie“ und ich wieder auf den Straßen Neuseelands
unterwegs. Zunächst möchte ich aber DANKE sagen: wie ihr sicher
gelesen habt, war und bin ich in den letzten Wochen von einem Virus
(kein! Corona) gebeutelt gewesen, wodurch mein Immunsystem
zuguterletzt auch noch Bakterien eingelassen hat, die mir seit fast
einer Woche „den Hals dick machen“ und „die Stimme
verschlagen“. Angina mit … (das konnte ich leider aus dem
englischen nicht übersetzen). Bevor ihr die Geschichte der zweiten
Arztbehandlung erzählt bekommt, also nun erst mal ein fettes DANKE:
an Mark und seine bezaubernde Familie, die mir in Wellington ein
warmes Bett, leckerstes Essen, witzige Gesellschaft und unglaublich
viel Unterstützung gegeben haben, so dass ich gestern wieder
loswackeln konnte. Überhaupt bin ich noch immer sehr berührt von
den wunderbaren Begegnungen in Wellington und Rolleston, von den
Menschen, ihren Geschichten, Gedanken, Ideen, von all den
wundervollen und auch traurigen Gesprächen, von dem vielen
gemeinsamen Lachen und dem großen Vertrauen, in dem wir uns begegnen
konnten. Vor allem in den letzten Tagen, in denen ich erst in
Rolleston und dann in Wellington „lahm gelegt“ war, habe
ich mich nicht allein fühlen müssen. Habt liebsten Dank!
Schon am Montag Abend hat es mir den Hals zugeschwellt, so dass ich kaum noch schlucken konnte und das Reden mir große Schmerzen bereitet hat. Schon da ahnte ich, dass ich wohl noch mal zum Arzt gehen müsste, hatte aber gehofft, dass das viele Kühlen und Tee trinken, Honig löffeln und Klappe halten helfen könnte, die Schwellung zurückgehen zu lassen und mir den Gang zum Arzt ersparen würde. Dienstag früh war klar: ich komme nicht drumrum. Wenn man in Neuseeland keinen Arzt hat, gibt es zwei Möglichkeiten: ins Krankenhaus in die Notaufnahme gehen (jetzt mal ehrlich, das würde ich auch in Deutschland nur im Notfall machen) oder zu den „after hours“ gehen. Nein, das ist kein später Ausverkauf und auch kein Sommerschluss, das sind Ärzte, die für jeden zu jeder Zeit da sind. Freilich hat das seinen Preis. Trotz meiner Auslandskrankenversicherung (an dieser Stelle hab ich mal wieder gedacht, warum hab ich die eigentlich?) wurde ich per Visa-Karte zu einem stattlichen Betrag gebeten, um in die Sprechstunde eines Arztes zu dürfen. Man stelle sich das so vor: großes Stoppschild am Eingang – Desinfizieren der Hände – Maske aufsetzen – Kreditkarte desinfizieren und geforderten Betrag bezahlen (übrigens kommt man günstiger, wenn man einen Pass aus dem Commonwealth hat) – nochmaliges Desinfizieren, dann: Ankunft bei der Sprechstundenhilfe. Dort wurde ich gebeten, einen Fragebogen auszufüllen (gefühlt: Passierschein A38) denn ich benötigte google-translator 😉 (ja, eigentlich auch witzig!). Als ich den ausgefüllten Bogen über den Tresen schob, ergänzte ich mit meinem freundlichsten Gesicht aber leider in einer sehr unschönen Stimmlage, dass ein Coronatest und ein weiterer Test gemacht wurden, erst vor ein paar Tagen, mit dem guten Ergebnis: negativ. (kleiner Exkurs: an dieser Stelle meines Blogbeitrags muss ich an den unglaub disqualifizierenden Beitrags Trumps nach seinem zweiten Coronatest denken, sinngemäß: „I was tested positiv… in a negativ way“ omg!!! Wenn ich es finde, baue ich euch an dieser Stelle das Video ein.)
Also,
ich hatte nun den Bogen und alle wichtigen Infos meinerseits über
den Tresen geschoben, woraufhin ich gebeten wurde, mich in den
Wartebereich zu setzen. An dieser Stelle mag ich noch mal extra
betonen, dass ich da dicht an dicht mit ca 15 anderen Menschen saß,
denn das ist absolut absurd, wenn ihr nun erfahrt, wie ich im
Anschluss behandelt wurde. Eine Schwester rief mich auf, im Türrahmen
mit zwei Meter Sicherheitsabstand befragte sie mich zu meinem
Gesundheitszustand, maß Temperatur und Blutdruck und auch
Sauerstoffsättigung im Blut (ja, das kann man tatsächlich alles in
einem Türrahmen machen – hey, warum braucht es eigentlich noch
diskrete Behandlungszimmer 😉 ???) und schickte mich wieder auf
meinen Platz zurück. Dann fiel der Dame am Empfang gemeinsam mit der
Schwester etwas auf: Frau Finsterbusch könnte Corona haben bei den
Symtomen! Ich konnte richtig aufpassen, wie der Groschen bei den
beiden fiel; versuchte diskret durch den gut gefüllten und sehr
interessierten Wartebereich zu gestikulieren, dass der Coronatest
negativ gewesen sei… erfolglos. Ich wurde abgeführt. In einen
Quarantänebereich mit doppelter Tür und einem schwarzen Telefon.
Die Schwester sagte sinngemäß: der Arzt wird sie auf dem Telefon
anrufen und sie so untersuchen, sie dürfen das Zimmer nicht mehr
verlassen, fassen sie bitte nichts an. Dieser Moment, in dem du
denkst, dass sie dich veralbern und irgendwo jemand mit einer Kamera
hockt, um den dämlich dreinschauendes Gesicht zu filmen; dieser
Moment, in dem du denkst, dass das doch alles einfach nicht war sein
darf; dieser Moment, in dem du nicht weißt, ob du heulen sollst,
weil du lachst oder tatsächlich traurig bist; dieser Moment, in dem
du das schwarze Telefon verfluchst und noch einiges andere böse Wort
gedanklich auf den Lippen hast; dieser Moment, in dem du schreien
willst aber weißt, dass du keinen Ton rausbekommst; dieser Moment,
in dem du dir wünschst, deine Superkräft wäre beamen, beamen in
der Zeit, in den Sommer, einfach weg. Ja, diesen Moment hatte ich da.
Und so saß ich dann neben einem schwarzen Telefon. Es klingelte nach
fünf Minuten und das erste Mal in meinem Leben (und hoffentlich auch
das letzte Mal) wurde ich „ferndiagnostiziert“ (witziger
Fakt, nur um ihn euch noch mal ins Gedächtnis zu rufen: dafür habe
ich ca. 4 Tankfüllungen am Eingang blechen müssen 😉 ). Erst auf
mein intensives sprachliches Dummstellen und weinerliche Drängeln
sah er sich genötigt, dass Zimmer in einem Raumanzug zu betreten und
mir mit Handschuhen bis zum Ellenbogen, wie sie Tierärzte tragen,
wenn sie in einer Kuh rumwühlen müssen, den Hals abzutasten und
auch mal in selbigen reinzuschauen. Seine Überraschung konnte ich im
Gesicht ablesen, ich scheine ja doch Schmerzen zu haben bei den
ganzen geschwollenen Halsteilen, er wundere sich, dass ich überhaupt
noch reden könne, 10 Tage Antibiotika, ob ich das verstanden habe,
gut, dann sei ja alles klar. Der Arztastronaut verließ den Raum, ich
wurde noch 5 Minuten festgesetzt, damit ich keine Gefahr mehr für
den Wartebereich darstellen würde, bekam dann alle Unterlagen und
ein Rezept in die Hand gedrückt und wurde zurück zum Eingang
geschoben. Das war Arztbesuch Nummer 2 in Neuseeland. Nur langsam
bessert sich mein Zustand, noch immer klinge ich wie ein Bass und
erfreue mich vorrangig an gekühlter Flüssignahrung. Und ich hoffe
und bete, dass ich nicht noch mal zum Arzt muss! Reicht für eine
Weltreise 😉
Gestern
(Mittwoch) habe ich mich mit Bessie aufgemacht Richtung Nordosten,
der Sonne entgegen. Erst ging es stundenlang im Regen mit
Zwischenstopp im Pukaha-Vogelreservat, wo Manukura wohnt, eine weiße
Kiwi-Dame. Am Nachmittag erreichte ich den Ort Te Awanga, südlich
von Napier. Es regnete noch immer, also entschied ich mich, auf einem
Campingplatz mit Stromanschluss zu übernachten. So konnte ich meine
Geräte laden und vor allem die Heizung laufen lassen (besonders
wegen der Heizung werde ich dies wohl auch in den nächsten Nächten
tun =) ). Als ich einen Platz gefunden hatte, wollte ich mich
einrichten, musste jedoch schnell feststellen, dass wieder einmal
Wasser durch die Heckklappe in den Camper gelaufen war, meine Kissen
und Decken, mein Schlafsack, alles nass. Da habe ich geweint.
Immerhin war das nicht das erste Mal. Wegen dieser
WasserfließtindenCamper-Geschichte war ich schon auf der Südinsel
genötigt gewesen, erst mein weißes Tape aufzubrauchen, um die
Löcher provisorisch zu kleben, musste dann in Christchurch einen
Umweg in eine Werkstatt fahren, damit dieser Schaden behoben wurde,
um gestern abend vor der gleichen Kacke zu stehen, den Vermieter
anzurufen, der mir wieder versucht zu erklären, dass ich „einfach
Silikon kaufen und draufschmieren soll“. Da war meine Geduld am
Ende. Also habe ich ihm erklärt, dass das entweder spätestens
Donnerstag früh repariert wird oder wir das Auto tauschen. Heute
früh hatte er einen Werkstatttermin organisiert. Wie ich die Nacht
überstanden habe? Ch habe im Sitzen neben meinem Heizer geschlafen.
Hey, früher hat man auch im sitzen geschlafen und zwar jede Nacht!
Deswegen sind die mittlelalterlichen Betten doch so kurz, aber das
wusstet ihr bestimmt schon, denn man glaubte, dass man im liegenden
Schlafen stirbt. Mittlerweile ist alles wieder trocken (zum Glück
war der heutige Tag ein sonniger!) und meine Stimmung wird minütlich
heiterer. Überhaupt ist es schön, euch durch das Schreiben ein
wenig in Gedanken bei mir zu wissen. Danke fürs Lesen 😉